… ich war zu einem feierlichen Anlass letztens in Rissen auf der Anlage. Oder auch: Ich war nach längerer Zeit Mal wieder Zuhause. Denn zu meinem Aufwachsen gehört der RSV/THK dazu. Der Schläger in der Babywiege – die frühe Spielanalyse vom Rand (Wortschatz der ersten Spiele reichte gerade aus, für eine Zusammenfassung in 2 Worten: Torwart umfallt) – die ersten Schritte auf dem Platz – Kartoffelschießen Mal alleine an der Tenniswand, Mal mit mehreren – Kind sein im Maisfeld – Freundschaften und Gemeinschaft leben – erste Erfahrungen auf und neben dem Hockeyplatz – in einem sicheren Umfeld heranwachsen.

Im Herrenbereich erfahren, was durch Leidenschaft und Wille möglich ist – wenn es drauf ankommt, Vollgas geben, wenn es weniger drauf ankommt, genießen – an die Grenzen gehen und rausholen, was man verpasst hat zu trainieren – Teamgeist (er)leben – fast kitschige Hockeykulisse im Sonnenuntergang.

In der ganzen Zeit war die Anlage für mich immer ein Ort von Sicherheit und Akzeptanz, ein Ort um Selbstvertrauen zu entwickeln. Dafür bin ich einfach dankbar.

Nun bin ich schon fast 3 Jahre nicht mehr am Schläger aktiv gewesen und so langsam kommt die Lust zurück. Da es sich abzeichnet, dass es uns erstmal nicht wieder in den Westen zieht, Suche ich jetzt im Trubel der Stadt eine Alternative, um auch unseren Kindern vielleicht einen Teil dieser Erfahrung eines Klubs und Klublebens subtil nahebringen zu können. Doch egal wo der Baum hinfällt, die Wurzeln bleiben auf der schönsten Anlage im Klövensteen.

Danke!
Jakob